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Vorwissenschaftliche Arbeit Beispiel Essay

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Wie Sie zum Schreiben vom Exposé kommen

Jede wissenschaftliche Arbeit, ob groß oder klein, hat klare formale Regeln und Schreibetappen. Sie können sich nicht nur auf Ihr kreatives Denken verlassen. Bei wissenschaftlichen Arbeiten geht es darum, Fachwissen anzuwenden, aber auch das eigene kritische Denken durch methodische Herangehensweisen zu entwickeln.

Was ist ein wissenschaftliches Exposé?

Es ist eine ausführliche Zusammenfassung des geplanten Forschungsvorgangs. Hier zeichnen Sie die Hauptideen der Forschung, Methoden und Theorien, auf die Sie zurückgreifen, und Fragen, auf die Sie zu antworten versuchen werden. Ein Exposé bildet sich anhand einer Arbeit, eines Buches, einer Forschungsquelle, heraus, mit der gearbeitet oder anhand derer etwas untersucht wird. Es ähnelt einer Skizze der späteren wissenschaftlichen Auseinandersetzung, bspw. in einer größeren Arbeit. Als Teil der Vorarbeit zu Ihrer Bachelorarbeit oder einer anderen wissenschaftlichen Arbeit hilft das Exposé Ihnen dabei, den aufgestellten Plan nicht plötzlich umzuwerfen.

Vorteile eines Exposés für die Abschlussarbeit

  • Es deckt konzeptionelle Stärken und Schwächen einer Arbeit auf
  • Sie erleichtern sich die Zusammenarbeit mit dem wissenschaftlichen Betreuer, indem Sie sich und ihm den Aufbau und das Konzept anhand des Exposés vor Augen halten
  • Es hilft Ihnen, die anstehenden Aufgaben zu gewichten und den Umfang der Kapitel zu bestimmen
  • Sie umgehen Schreibblockaden, wenn Sie einem „Fahrplan“ folgen können
  • Da ein Exposé als Entwurf für Textabschnitte, wie zum Beispiel die Einleitung, genutzt werden kann, verlieren Sie keine Zeit während des Schreibprozesses

So schreiben Sie ein Exposé

  • Fragestellung. Sie sollen nachweisen, dass Sie sich in der Arbeit schwerpunktmäßig mit einem interessanten Problem beschäftigen werden. Sie zeigen ein öffentlich diskutiertes Thema auf. Sie können als Ausgangspunkt einen Fall aus der Praxis nehmen. Einer Fragestellung kann auch eine Beobachtung dienen, die durch wissenschaftliche Literatur bereits begründet wurde.
  • Forschungsstand und Quellenforschung. Eine Übersicht über die entsprechende Literatur und andere mögliche Quellen wie Onlineumfragen, Statistiken etc. ist notwendig. Falls die Arbeit ein populäres Forschungsthema aufgreift, sollten Sie auf die bereits bestehenden Theorien sowie deren Ergebnisse Bezug nehmen.
  • Leitfrage und logische Gliederung. Das Ziel der Arbeit formulieren Sie in einer Leitfrage oder Haupthypothese. Diese können Sie in weitere Fragen untergliedern. Daraus entwickeln Sie die erste grobe Struktur der Arbeit, die als logisches Gerüst dienen soll. In diesem Sinne wird pro These circa ein Kapitel geschrieben. Die Kapitel werden je in Unterkapitel aufgegliedert, wo Sie Erläuterungen, Erklärungen, Behauptungen und Gegenargumenten anführen werden.
  • Methode. Die Methode für die Sammlung von Daten, Analyse von Literatur, Sekundäranalyse der vorhandenen Quellen, Gespräche mit Experten sowie durchgeführte Umfragen sollten Sie in Ihrem Exposé lediglich nennen. Ausführliches sparen Sie sich für die Einführung oder den praktischen Teil der Arbeit auf.
  • Ergebnisse. Obwohl die Ergebnisse erst am Ende der Forschungsarbeit Gegenstand sind, ist es ratsam, sich bereits vorher zu überlegen, wie die Schlussfolgerungen lauten könnten. Dadurch wird (Ihnen) das Ziel der Arbeit deutlicher. Jedoch bedeutet es nicht, dass die von Ihnen angekündigten Ergebnisse nicht auch von den tatsächlichen abweichen können. Eine Arbeit kann immer eine unerwartete Wendung nehmen. Im Nachhinein können Sie Ihr Exposé korrigieren oder ergänzen.
  • Zeitplan und Durchführbarkeit. Normalerweise haben alle wissenschaftlichen Arbeiten eine Zeitbegrenzung, da eine Bearbeitungsfrist ab Anmeldung der Arbeit vorgegeben wird. Deswegen ist es unumgänglich, sich einen konkreten Zeitplan zu machen und sich auch dran zu halten. Die geplanten Arbeitsschritte sollten unbedingt mit den vorhandenen Ressourcen wie Zeit, Fähigkeiten, Kenntnissen, ggf. Kostenrahmen des Projekts durchzuführen sein.

Formatierung eines Exposés

Die wichtigsten Formatierungsrichtlinien umfassen Angaben zu Seitenrand, Schriftart, Schriftgrad und Zeilenabstand. Um spätere Korrekturen im Format zu vermeiden, sollen Sie das entsprechende Textverarbeitungsprogramm wie Word oder MacDoc vorab konfigurieren. Grundsätzlich sollte der Seitenrand oben und unten jeweils 1,5 cm sein. Links werden in der Regel 3,5 cm Rand gelassen, wohingegen der rechte Rand 2,5 cm beträgt. Diese Angaben können jedoch von Uni zu Uni verschieden sein. Die Seitenzahl sollte in der Kopf- oder Fußzeile stehen. Meist ist als Schriftart Arial mit 11 Pkt. oder Times New Roman mit 12 Pkt. als Standardschriftgrad vorgegeben. In jedem Fall ist die gleiche Schriftart für den gesamten Text zu benutzen. In der Regel ist der Zeilenabstand für den gesamten Arbeitstext an 1,5 Pkt. auszurichten.

Schnelle Kontrolle!

Zusammenfassend sollte Ihr Exposé Folgendes beinhalten:

  1. Kurze Information über die Forschungsarbeit
  2. Den aktuellen Forschungsstand
  3. Die Fragestellung zur Untersuchung
  4. Ihr Forschungsinteresse als Autor/in der Arbeit
  5. Die grundlegende Hypothese
  6. Die Theorien und Methoden nennen
  7. Die vorläufige Gliederung der Arbeit
  8. Den Zeitplan

Quellennachweise

Bänsch, Axel & Dorothea Alewell. 2013.Wissenschaftliches Arbeiten. 11. Aufl. München: Oldenbourg Verlag.

Dörstel, Juliana. 2015.„Akzeptanz innerstädtischer Shoppingcenter in einer historischen Altstadt- eine empirische Untersuchung am Beispiel Aquis Plaza in Aachen“. Universität Bonn Geografie: Stadt- und Regionalforschung. (URL: http://www.wiegandt-stadtforschung.de/fileadmin/ bilder/Lehre/Bachelorarbeiten/Doerstel.pdf. Letzter Zugriff: 20.05.2016).

Franck, Norbert. 2004.Handbuch Wissenschaftliches Arbeiten. Frankfurt: Fischer Taschenbuch Verlag.

Franck, Norbert & Joachim Stary. 2009.Die Technik des wissenschaftlichen Arbeitens. 15. Aufl. Paderborn: Ferdinand Schöningh.

Kaap, Pascal. 2013. „Sound Design of Modal Synthesis Models“. Technische Universität Berlin, Fakultät I- Institut für Sprache und Kommunikation Fachgebiet Audiokommunikation. (URL: http://www.ak.tu-berlin.de/fileadmin/a0135/Masterarbeiten/ExposeMaster_Pascal_Kaap.pdf. Letzter Zugriff: 20.05.2016).

Kruse, Otto. 2007.Keine Angst vor dem leeren Blatt – Ohne Schreibblockaden durchs Studium. 12. Aufl. Frankfurt: Campus.

Kruse, Otto. 2010.Lesen und Schreiben – Der richtige Umgang mit Texten im Studium. Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft.

Oertner, Monika, Illona St. John & Gabriele Thelen. 2014.Wissenschaftlich Schreiben – Ein Praxisbuch für Schreibtrainer und Studierende. Paderborn: Wilhelm Fink.

Stickel-Wolf, Christine & Joachim Wolf. 2013.Wissenschaftliches Arbeiten und Lerntechniken – Erfolgreich studieren – gewusst wie! 7. Aufl. Wiesbaden: Springer Gabler.

Stöveken, Lars. 2015. „Entwicklung und Imagewandel des Ruhrgebiets als Tourismusdestination – Das Beispiel Essen“. Universität Bonn Geografie: Stadt- und Regionalforschung. (URL: http://www.wiegandt-stadtforschung.de/fileadmin/bilder/Lehre/Bachelorarbeiten/ Stoeveken.pdf. Letzter Zugriff: 20.05.2016).

Weber, Kathrin-Alessa. 2013. „Lokale Leser als lokale Berichterstatter? Potenzial und Einbindungsmöglichkeiten lokaler Leser für die zukunftsfähige Gestaltung lokaler Tageszeitungen am Beispiel des General-Anzeigers Bonn“. Universität Bonn Geografie: Stadt- und Regionalforschung. (URL: http://www.wiegandt-stadtforschung.de/fileadmin/bilder/Lehre/Masterarbeiten/Weber.pdf. Letzter Zugriff: 20.05.2016).